Scheinheiligkeit …

Bitte auf das Bild drücken: Video der EAV

Hey, was für eine Welt?! Na ja, wie so halt das Leben spielt. Da erzählte mir gestern ein guter Freund Folgendes: Er arbeitet seit Jahren in einer Pfarre tatkräftig mit und hilft dort, wo er kann. Da er aber nur einen Teilzeitjob hat, bei dem er nur wenig verdient, ist er auf jeden Zusatzverdienst angewiesen. So repariert er in Wohnungen da und dort, was mit der Zeit kaputtgegangen ist und bessert so sich sein Gehalt etwas auf. Dazu kommt, dass in der Gemeinde, in der er arbeitet,

besonders gläubige Frauen sind. Und wenn er einer dieser älteren Frauen erzählt, dass er oft finanziell schwimmt, so hört er nur: „Muss halt beten“ „So eine Scheinheiligkeit!“ schallte es während des Gespräches in mein Ohr. „Täglich mehrmals in die Messe gehen, das können die Damen, aber helfen können sie mir nicht?“ Aber zum Glück hat er Bekannte und Freunde, die ihn immer wieder unterstützen, wobei ihn besonders jene Bekannte und Freunde unterstützen (!), die mit der Kirche nichts am Hut haben? Ja, (-wie bitte?) leider, ich habe auch gestaunt! Was für eine merkwürdige Welt? Während in den Predigten immer wieder darauf hingewiesen wird: Helft den Armen in der Welt. Aber dem armen Nachbarn wird, na ja, dem wird nur im Geheimen geholfen. “ Hin und wieder steckt mir wer in der Gemeinde heimlich, damit die anderen nicht darüber reden, Geld zu“, ergänzte er gegen Ende des Gespräches.

Irgendwie kommt es mir immer wieder vor. als wären die Spenden an die Missio und an die anderen Menschen nur eine „Alibi“ Aktion um das Gewissen zu beruhigen. Denn was soll jemand machen, wenn es ihm wirklich finanziell schlecht geht? Warum kann meinem Freund niemand in der Gemeinde oder Pfarre helfen? Ist es wirklich war, dass Priester nur dazu da sind, um für uns bei Gott ihre Bitten dazubringen? Das wäre doch ganz krass zu dem, was der Papst will: Jeder von euch soll ein Bote Gottes sein. Aber wie kann das erreicht werden, wenn die Gläubigen in ihrer beinahen „Scheinheiligkeit“ zwar täglich mehrmals in die Kirche und zum Gottesdienst gehen, aber die Nächstenliebe vergessen? Wie passt das mit einem Christentum zusammen, wenn Christen sich nicht mehr christlich verhalten und das Wort des Herrn so missachten: Das Geringste das du deinem Nächsten getan hast, das hast du mir getan? Wird hier der Glaube nur noch zu einer scheinheiligen Handlung, bei der in Wirklichkeit das eigene „Ich“  im Mittelpunkt steht und nicht mehr die Glaubenslehre. Wird hier der Glaube zum Selbstzweck mit der Ergänzung: „Das war aber eine schöne Taufe“ oder „Das war aber eine schöne Hochzeit?“

Wird so der Glaube zu einer Handlung, die das eigene „Selbstwertgefühl“ zwar befriedigt so nach dem Motto: Die Messe wird zum Ritual das zwar eingebübt wurde und abgespult, – wehe wenn in der Messe oder im Gottesdienst der Pfarrer oder Pastor etwas falsch macht – nach der Messe wird dann über die anderen Messbesucher hergezogen oder über dies und jenes gemeckert. Ist es nicht leider viel zu oft so, dass wir Christen zwar Sonntag für Sonntag zur Messe gehen, aber total vergessen haben, unser gesamtes Leben als Gottesdienst und als Dienst an dem anderen, dem Nächsten, zu leben. In diesem Sinne, die Arbeit im Weinberg ist noch viel zu groß. Du, Jesus braucht Dich!

P.S: Da fällt mir das Lied der EAV ein- S` Muaterl.

http://www.youtube.com/watch?v=pe7sfOKSMqQ

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