Offensichtlich gibt es Dinge, für die der Mensch geschaffen ist und Andere, dafür ist der Mensch einfach nicht geeignet.
Eine Demonstration durchzuziehen, die um ein Thema geht, von welchem zur Zeit 1.050.000 Menschen betroffen sind, hätte ich mir nicht so schwer vorgestellt, vor Allem, weil ich davon ausgegangen bin, das gerade Themen wie die „Armut“ letztendlich lagerunabhängig sind.
Auch hätte ich mir vorgestellt, dass ein Thema wie „Armut“ letztlich eine Angelegenheit ist, die die Menschen entweder persönlich betrifft, oder aber eben nicht betrifft, die Menschen also nicht wegen mir, sondern wegen Ihrer eigenen Angelegenheiten zu einer Demo kommen würden.
Immerhin wäre es ja hierbei nicht um meine Armut gegangen, obwohl ich mich selbst auch nicht zu den wohlhabenden Menschen zähle, sondern man wäre Gleicher unter Gleichen gewesen.
Offensichtlich hatten aber die zahlreichen Warner Recht, die mich darauf hinwiesen, dass
.) die Menschen die davon betroffen sind sich defakto zu sehr schämen,
.) die Menschen sich selbst nicht eingestehen wollen, dass sie von einer Armutsgefährdung bedroht sind,
.) man so eine Demo sowieso nicht christlich aufziehen kann, weil viel zu viele Menschen der römisch-katholischen Kirche vorwerfen würden, absolut reich zu sein und viel zu wenig für die Menschen tun täten und
.) es in der heutigen Zeit sowieso aus Gründen des Desinteresses der Menschen unmöglich wäre, die Menschen dazu zu mobilisieren, sich für ihre Rechte stark zu machen.
Das Positive an der Demo ist, dass die wenigen Menschen die an unsere Demo Teilnahmen, sehr wohl verstanden, warum wir lutherischen Freikirchenchristen überhaupt uns Gedanken über den Menschen machen und uns ermutigten, auch in der Zukunft christlich weiterzuarbeiten und der eine oder Andere uns sogar dafür dankten, dass wir versucht hatten uns für sie einzusetzen, denn
Alleine könnten wir nur verlieren, aber gemeinsam wären wir stark.
Und diese wenigen Menschen, die dankbar anstatt ablehnend uns gegenüberstanden und uns dabei unterstützten letztendlich doch zu erkennen, warum wir uns für sie einsetzen sollen, haben uns soviel Hoffung gegeben, dass wir versprechen: Wir werden uns auch in der Zukunft in aller christlicher Demut für einen Jeden stark machen, der unserer Hilfe bedarf.
Denn: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, dass habt Ihr mir getan.
Und daher versprechen wir: Auch in der Zukunft wird der österreichische Bote
.) christlich
.) sozial
.) investigativ
für den Menschen da sein.
Amen.
Euer
Pastor Hans-Georg Peitl